Die Entwicklung der (Tier-) Homöopathie

Bei der Übersetzung des Arzneimittelbuchs eines schottischen Kollegen stieß der deutsche Arzt und Pharmakologe Samuel Hahnemann im Jahr 1790 auf eine Aussage die ihn stutzig machte: Sein Kollege behauptete, dass die Rinde vom Chinabaum deshalb so erfolgreich gegen Malaria half, weil sie so bitter sei, dass sie den Magen und dadurch den ganzen Organismus stärke. Hahnemann wusste jedoch, dass es weitaus bitterere pflanzliche Stoffe gab, die nicht gegen die Malaria halfen.

 

Er war interessiert an dem Wirkprinzip und fing an Nachforschungen anzustellen warum gerade die Chinarinde eine so günstige Auswirkung bei an Wechselfieber erkrankten Menschen hatte.
Im Zuge dessen machte er einen Selbstversuch: Er nahm die Chinarinde in gesundem Zustand ein. Überraschend bekam er nach kurzer Zeit bereits malariaähnliche Symptome die erst dann wieder abklangen, wenn er aufhörte Chinarinde einzunehmen und genau so schnell wieder da waren, wenn er mit der Einnahme fortfuhr. So stellte er eine erste Theorie auf: Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden.

 

Baumrinde

Hahnemann erprobte im Laufe der Zeit mehr als 100 Stoffe auf diesen Wirkmechanismus. Zunächst an sich und seiner Familie, später auch an seinen Patienten. Sein „neues Heilprinzip“ veröffentlichte er erstmals 1796. Er nannte es „Homöopathie“ was aus den griechischen Wörtern hómoios und pathos besteht und soviel wie „ähnliches Leiden“ bedeutet. In dem Buch „Organon der rationellen Heilkunde“ (in späteren Auflagen „Organon der Heilkunst“) fasste er seine Erkenntnisse zusammen. 1815 hielt er auch einen Vortrag vor Landwirten und Tierärzten über Tierhomöopathie. 

Von seinen Schülern verlangte Hahnemann zeitlebens: „Machs nach, aber machs genau nach.“ So gilt das Organon auch heute noch als Standardwerk der klassischen Homöopathie.

 

 

Warum homöopathische Mittel immer potenziert sind ...