Schulmedizin und Homöopathie. Geht das auch zusammen?

Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, da es immer auf den jeweiligen Fall ankommt. Ein chronisch krankes Tier mit Organveränderungen, das z.B. Herzmedikamente oder Insulin bekommt kann man ohne weiteres gleichzeitig auch homöopathisch behandeln. Während der Behandlung beispielsweise kann die Dosis der schulmedizinischen Medikamente oft langsam herabgesetzt werden. Ein regelmäßiger Check durch den Tierarzt ist hierbei wichtig zur Verlaufskontrolle. Im besten Fall kann man die Medikamente irgendwann sogar ganz absetzen. Wenn die organischen Veränderungen jedoch schon zu weit Fortgeschritten sind, ist die dauerhafte Kombination von Schulmedizin und Homöopathie meist die beste Lösung für das Tier.

Schulmedizinische Medikamente und homöopathische Globuli nebeneinander auf einem weißen glatten Untergrund.

Eine homöopathische Behandlung während das Tier noch antibiotisch versorgt wird lehne ich ab, da dies erfahrungsgemäß zu schweren Komplikationen führen kann. Ist die Antibiose abgeschlossen und es sind noch oder wieder Probleme vorhanden, übernehme ich die Behandlung gerne. 

 

Bei chronisch kranken Tieren, die regelmäßig Cortison einnehmen müssen, kann man die homöopathische Behandlung bei voller Cortisongabe beginnen. Wenn die Behandlung greift, kann das Cortison langsam ausgeschlichen werden. Das Gleiche gilt beispielsweise für Patienten die unter einem Antiepileptikum stehen.

 

Impfungen, Wurmkuren und Mittel gegen Parasiten wie Zecken, Flöhe usw. müssen nicht unbedingt ein Problem darstellen, soweit sie überlegt eingesetzt werden und das Tier sie gut verträgt. Ich möchte jedoch während einer Behandlung über solche Maßnahmen informiert werden, damit ich den Fallverlauf richtig einschätzen und die Mittelgabe ggf. anpassen kann.